Zusammenarbeit von Hochschulen - Förderung

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Zusammenarbeit von Hochschulen - Förderung

Programme zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Neben Individualstipendien für Forschungs- und Studienaufenthalte in Deutschland unterstützt der DAAD auch eine Reihe von Kooperationsprogrammen deutscher und ausländischer Hochschulen, im Rahmen derer der Austausch von Studierenden und wissenschaftlichem Personal sowie die Durchführung gemeinsamer Projekte gefördert werden. Die Förderanträge werden in der Regel in der DAAD-Zentrale in Bonn gestellt; formaler Antragsteller ist die deutsche Partnerhochschule/ das deutsche Partnerinstitut. Darüber hinaus vermittelt und fördert der DAAD neben seinem Lektorenprogramm lang- und kurzfristige Lehrtätigkeiten deutscher wissenschaftlicher Lehrkräfte an ausländischen Hochschulen bzw. von ausländischen Gastdozenten an deutschen Hochschulen und fungiert als Nationale Agentur für die hochschulbezogenen Programmteile der EU-Programme ERASMUS, LEONARDO DA VINCI und TEMPUS.


Ostpartnerschaften

Zielsetzung:

Ziel des Ostpartnerschaftenprogramms ist es, partnerschaftliche Beziehungen deutscher Hochschulen zu Hochschulen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie den Ländern der GUS zu fördern.

Voraussetzung für eine Förderung:
Abgeschlossener Hochschulkooperationsvertrag zwischen den Rektoren/Präsidenten der jeweiligen Partnerhochschulen

Fördermaßnahmen:
Den deutschen Hochschulen wird ein Förderbetrag für einen Zeitraum von 3 Jahren in Aussicht gestellt. Im 3. Jahr der Projektlaufzeit erhalten die Hochschulen die Möglichkeit, einen Neuantrag für die folgende Förderperiode zu stellen. Im einzelnen werden folgende Maßnahmen gefördert:

  • Austausch von deutschen und ausländischen Hochschullehrern, Wissenschaftlern, Studierenden und Graduierten.
  • Bei deutschen Teilnehmern fördert der DAAD die Reisekosten.
  • Bei den ausländischen Teilnehmern fördert der DAAD die Aufenthaltskosten.
  • Personal- und Sachkosten können nicht gefördert werden.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den zentralen Internetseiten des DAAD  (Rubrik Infos für Hochschulen, Partnerschaftsprogramme) und dem Merkblatt, das dort zum Herunterladen zur Verfügung steht.




Germanistische Institutspartnerschaften (GIP) und Vladimir-Admoni-Programm

Zielsetzung:
Die Germanistischen Institutspartnerschaften (GIP) stellen eine Ergänzung des normalen DAAD - Instrumentariums zur Förderung der deutschen Sprache in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie den Ländern der GUS dar. Auf der Grundlage einer längerfristigen Kooperation der beteiligten Institute und Lehrstühle sollen sie einen Beitrag leisten
  • zur Modernisierung der Lehre und Entwicklung moderner Curricula an den Lehrstühlen für Germanistik bzw. Deutsch als Fremdsprache an den ausländischen Hochschulen
  • zur Förderung junger Wissenschaftler an diesen Lehrstühlen durch gemeinsame Betreuung von Promotionen und Habilitationen
  • zur Förderung von ausländischen Studierenden durch Semesterstipendien und Kurzstipendien für die Anfertigung von Abschlussarbeiten an der deutschen Partnerhochschule
  • zur Erarbeitung moderner Lehrmaterialien zum Einsatz am eigenen Institut und an anderen Universitäten
  • zur Forschungskooperation durch die Förderung gemeinsamer Forschungsprojekte

Förderanträge:

Förderanträge können von deutschen Professoren gestellt werden, an deren Instituten bzw. Lehrstühlen entsprechende Voraussetzungen für die Realisierung der genannten Ziele bestehen. Direktbewerbungen germanistischer Institute an polnischen Hochschulen sind nicht möglich.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den zentralen Internetseiten des DAAD (Rubrik Infos für Hochschulen, Partnerschaftsprogramme).

Kontakt:
DAAD
Referat 333
Frau Barbara Orlowski
Tel.: +49 228 882 209
E-mail: orlowski@daad.de

Daneben betreut Referat 333 auch das Vladimir-Admoni-Programm.

Zielsetzung:

Ziel dieses Programms ist die Schaffung einer neuen Generation von Nachwuchswissenschaftlern in der Germanistik in Mittel- und Osteuropa und der GUS. Gefördert werden "kleine Doktorandenschulen" an ausgewählten Hochschulen in den genannten Regionen.

Fördermaßnahmen:

Die Doktoranden können maximal drei Jahre mit einem Sur-Place-Stipendium gefördert werden. Kurzaufenthalte an der deutschen Partnerhochschule sind vorgesehen. Den Doktoranden (Höchstalter: 32 Jahre) soll die vom DAAD geförderte Promotion eine wissenschaftliche Karriere an ihrer Hochschule ermöglichen.

Antragstellung:

Anträge können deutsche germanistische Institute stellen, die mit Partnern in Mittel- und Osteuropa und der GUS in einer Germanistischen Institutspartnerschaft zusammenarbeiten oder zusammengearbeitet haben.



Go East

Zielsetzung:

Ziel der im Frühsommer 2002 mit zusätzlichen Mitteln des BMBF durch den DAAD gestarteten Initiative Go East ist es, mehr deutsche Studierende und Graduierte für einen Studienaufenthalt in Mittel-, Südost- und Osteuropa sowie in den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten zu interessieren.
Diese Mittel werden verwendet, um:

  • das Informationsangebot über Studien- und Forschungsmöglichkeiten in der Region zu verbessern
  • zusätzliche Stipendien für gute Bewerber/innen bereitzustellen
  • durch Sonderausschreibungen bereits bestehende Partnerschaften und Kooperationen deutscher Hochschulen mit Hochschulen in der Region weiter auszubauen

Fördermaßnahmen:

Grundsätzlich können Stipendien und Reisekostenzuschüsse zur Förderung von deutschen Studierenden und Graduierten beantragt werden für:

  • Studien- und Forschungsaufenthalte an Partnerhochschulen in der Region
  • die Teilnahme an mehrwöchigen Fachkursen (z.B. Sommerschulen) an Partnerhochschulen in der Region
  • die Teilnahme an Intensivsprachkursen im Zielland oder in Deutschland (im Inland ohne Reisekostenzuschüsse), die dazu dienen, den Studien- oder Forschungsaufenthalt vorzubereiten
Außerdem werden Mittel zur Betreuung deutscher Studierender/Graduierter während des Aufenthaltes im Zielland bereitgestellt.

Antragstellung:

Antragsberechtigt sind Projektleiter/innen und Akademische Auslandsämter von deutschen Hochschulen, die mit Hochschulen in Osteuropa Kooperationsvereinbarungen getroffen oder Hochschulpartnerschaften geschlossen haben. Polnische Hochschulen, die an der Organisation einer Sommerschule oder eines Semesterprogramms interessiert sind, erhalten in der DAAD-Außenstelle Warschau erste Informationen.
Weitere Informationen zur Initiative finden Sie auf der Website von Go East. Die aktuellen Ausschreibungen für Studierende und WissenschaftlerInnen finden Sie auf der Website dort sowie auf unserer Seite.



Programme des Projektbezogenen Personenaustauschs (PPP)

Zielsetzung:

Ziel des Programms ist die Förderung der Kooperation zwischen deutschen und polnischen Forschergruppen an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Dabei wird der Fortbildung und Spezialisierung des wissenschaftlichen Nachwuchses (Magistranden, Doktoranden und Postdoktoranden) im Rahmen der Forschungskooperation besonderes Gewicht beigemessen. Das Programm steht allen Fachrichtungen offen.

Antragstellung:

Antragsvoraussetzung ist ein konkretes wissenschaftliches Forschungsprojekt, an dem Wissenschaftler aus beiden Ländern gemeinsam arbeiten. Im Antrag soll das wissenschaftliche Ziel des Projektes (Umfeld, innovative Elemente, erreichbare Teilziele) unter dem Aspekt der deutsch-polnischen Kooperation ausführlich dargestellt werden.

Antragstermin für Neuanträge ist der 31.07. (Datum des Poststempels). Die Förderung beginnt zum 1.1. des darauffolgenden Jahren.

Fördermaßnahmen:

Im Rahmen des Programms werden Reise- und Aufenthaltskosten für die Zusammenarbeit polnischer und deutscher Wissenschaftler finanziert, soweit sie sich durch den Austausch beteiligter Wissenschaftler, Doktoranden und Masterkandidaten (diese nur, wenn die Masterarbeit Teil des Projektes ist) ergeben.

Der Gesamtförderungszeitraum für ein deutsch-polnisches Projekt beträgt zwei Jahre. Die Förderung eines Projektes für das zweite Jahr ist von den erbrachten Leistungen des ersten Projektjahres abhängig.

Bewerbungsort:

Der deutsche und der polnische Projektverantwortliche reichen ihre Förderanträge an die unten aufgeführten Stellen ein. Im Projektantrag muss das gemeinsame Projekt beschrieben werden und nicht nur die jeweilige nationale Komponente. Der Inhalt beider Anträge muss identisch sein.

Weitere Informationen im Internet:

Dort können auch die Antragsformulare heruntergeladen werden.
 
Der deutsche Antragsteller (ein Hochschullehrer oder Wissenschaftler in einem festen Dienstverhältnis) richtet seinen Antrag an den:

DAAD
Referat 323 (Mittelosteuropa)
z. Hd. Susanne Spilles
Postfach 200 404
53134 Bonn
Tel.: 0228/882-393
Fax: 0228/882-627
E-mail: spilles@daad.de

Der polnische Antragsteller (eine Hochschule oder eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung) richtet seinen Antrag an das:

Ministerium für Forschung und Hochschulwesen (MNiSzW)
Abteilung für internationale Zusammenarbeit
z. Hd. Dr. Jan Calak
ul. Wspólna 1/3
00-529 Warschau 53
Tel.: 6255155
Fax: 6283534
E-Mail: Jan.Calak@mnisw.gov.pl



Kurz- und Langzeitdozenturen

Im Rahmen der satzungsgemäßen Aufgaben des DAAD, die akademischen Beziehungen zum Ausland zu pflegen, vermittelt und fördert die "Vermittlungsstelle für deutsche Wissenschaftler im Ausland im DAAD" lang- und kurzfristige Lehrtätigkeiten deutscher wissenschaftlicher Lehrkräfte an ausländischen Hochschulen. Dadurch soll es ausländischen Hochschulen ermöglicht werden, besonders qualifizierte deutsche Wissenschaftler zur Veranstaltung von Kursen in wissenschaftlichen Spezialgebieten oder für interdisziplinäre Zusammenhänge einzuladen.
Gefördert werden insbesondere Dozenturen, die

  • der Fortbildung von Graduierten in Form von Kompaktkursen, Blockkursen oder Spezialkursen dienen,
  • im Verbund mit anderen Programmen des DAAD oder anderer wissenschafts- bzw. forschungsfördernder Institutionen stehen,
  • die weitere Zusammenarbeit mit ehemaligen Stipendiaten fördern,
  • Kurzzeitdozenturen, die der Vorbereitung, Begleitung oder Nachbetreuung einer Langzeitdozentur dienen.

Kurzzeitdozenturen

Eine Kurzzeitdozentur ist ein mindestens vierwöchiger, höchstens sechsmonatiger Lehraufenthalt eines deutschen Hochschullehrers (alle Fachrichtungen) an einer ausländischen Hochschule. Es ist möglich, von vornherein eine Serie von Kurzzeitdozenturen als Gesamtprojekt zu beantragen. Die Lehrbelastung sollte acht Wochenstunden nicht unterschreiten. (Für die Förderung von Kongress- und Vortragsreisen [bis 31.12.08  DFG] wenden Sie sich ab 01.01.09 bitte an Referat 222 im DAAD)

Antragstellung:

Die polnische Gasthochschule lädt eine deutsche wissenschaftliche Lehrkraft ein (der Kontakt besteht in der Regel bereits, die Hochschule und die betreffende Hochschullehrkraft stimmen sich ab). Der Antrag wird von dem/der eingeladenen deutschen Hochschullehrer(in) gestellt.

Fördermaßnahmen:

Der DAAD trägt die Reisekosten. Für die Zeit des Auslandsaufenthaltes werden tägliche Zuschüsse zu Unterkunft und Verpflegung gewährt. Es ist erforderlich, dass sich die Gasthochschule an den Kosten der Dozentur in angemessener Weise beteiligt (durch Zahlung eines Honorars oder durch die Gewährung von Unterkunft und/oder Verpflegung). Die Zusagen müssen in schriftlicher Form vorliegen.

Nähere Informationen über Förderleistungen sowie Antragsweg und einzureichende Unterlagen entnehmen Sie bitte den zentralen Internetseiten des DAAD (Rubrik Lehren im Ausland - Kurzzeitdozenturen).

Langzeitdozenturen

Eine Langzeitdozentur ist ein zwei- bis fünfjähriger Lehraufenthalt eines deutschen Hochschullehrers an einer ausländischen Hochschule. Die vermittelte wissenschaftliche Lehrkraft ist Mitglied des Lehrkörpers und vertritt ihr Fach an der Gasthochschule in Forschung und Lehre.

Antragstellung:

Die ausländische Hochschule stellt einen Antrag beim DAAD in Bonn, in dem sie die Aufgabenstellung und Qualifikation der benötigten Lehrkraft definiert. Bei positiver Entscheidung wird die Langzeitdozentur daraufhin vom DAAD ausgeschrieben und die Stelle im Einvernehmen mit der Gasthochschule besetzt.

Fördermaßnahmen:

Die wissenschaftliche Lehrkraft geht mit der Gasthochschule ein Dienstverhältnis ein und wird wie ein einheimisches Mitglied des Lehrkörpers vergütet. Die Hochschule stellt auch die für den Posten erforderliche Infrastruktur (Arbeitsplatz, Zugang zu den wissenschaftlichen und verwaltungsmäßigen Hilfsmitteln) zur Verfügung. Der DAAD zahlt zusätzlich zum Gehalt der Hochschule eine Ausgleichszulage sowie Zuschüsse zu den Übersiedlungskosten, Beihilfen in Krankheitsfällen u.a.

Nähere Informationen über Förderleistungen sowie Antragsweg und einzureichende Unterlagen entnehmen Sie bitte den zentralen Internetseiten des DAAD (Rubrik Lehren im Ausland – Langzeitdozenturen).
Polnische Hochschulen, die an der Einrichtung einer Langzeitdozentur interessiert sind, sollten sich zur Vorabsprache der Möglichkeiten mit der Außenstelle des DAAD in Polen und dem Referat Ostmitteleuropa in Bonn in Verbindung setzen.




Gastdozenturen an deutschen Hochschulen

Der DAAD kann auf Antrag der deutschen Hochschule auch Gastdozenturen polnischer Hochschullehrkräfte an deutschen Hochschulen fördern. Nähere Informationen entnehmen sie bitte den zentralen Internetseiten des DAAD.



Alumni-Plus

Im Rahmen seines Programms "Alumni-Plus" fördert der DAAD Maßnahmen deutscher Hochschulen zur Betreuung und Bindung ihrer ausländischen Alumni. Deutsche Hochschulen können sich – wahlweise in Zusammenarbeit mit ausländischen Alumni-Clubs und fachlichen Netzwerken – um die Förderung von Projekten bewerben, die in eine Gesamtstrategie hochschulweiter und langfristiger Alumni-Konzepte eingebettet ist. Die Maßnahmen sollen der kontinuierlichen Fortbildung im Sinne des lebenslangen Lernens (LLL) sowie der fachlichen Vernetzung der ausländischen Alumni dienen.

Bisher gab es zwei Antragsrunden. Für den Förderzeitraum 2009-2010 waren Bewerbungen beim DAAD in Bonn bis zum 31.07.2008 möglich. Nähere Informationen finden Sie auf den zentralen Internetseiten des DAAD.




EU-Programme

Die Europäische Union bietet eine Reihe von Förderprogrammen zur Hochschulzusammenarbeit und zur Intensivierung der Mobilität von Studierenden, Graduierten und Wissenschaftlern an. Der DAAD informiert und berät als Nationale Agentur bzw. Durchführungsstelle zu den hochschulbezogenen Programmteilen von ERASMUS und LEONARDO DA VINCI (LLP) sowie zu TEMPUS und anderen Drittlandprogrammen der EU. Darüber hinaus vergibt der DAAD im Rahmen von ERASMUS auch Fördermittel an die deutschen Hochschulen.

Nähere Informationen zu den genannten Programmen und dem Serviceangebot des DAAD finden Sie unter eu.daad.de.